Sechs Mitglieder der BDP-Jugend in Suruç verhaftet

Sechs Mitglieder der Jugendorganisation der BDP (Partei für Frieden und Demokratie) wurden im Zuge einer Reihe von Hausdurchsuchungen im Bezirk Suruç der Region Riha (Urfa) am frühen Dienstag Morgen in Gewahrsam genommen.
Eine Vielzahl an Häusern wurde während einer breit angelegten Operation von Polizei und Jandarma (polizeiliche Sondereinheiten) in den Vierteln Hürriyet, Dikili und Cumhuriyet durchsucht. Während der Durchsuchungen wurden Haushalte verwüstet. Sechs Mitglieder der BDP-Jugendorganisation wurden auf die Hauptwache der Polizei von Suruç gebracht. Nach Berichten soll die Operation noch andauern, weshalb mit einem Ansteigen der Zahl der Verhafteten gerechnet wird.

Firat News Agency, 25.02.14

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Thirteen students sentenced to 109 years in prison

Thirteen students at Cumhuriyet University have been sentenced to a total of 109 years and 6 months in prison for allegedly being members of an illegal organization and spreading propoganda for the organization.

The students had been taken into custody in the scope of a so-called KCK (Kurdish Communities Union) operation in the province of Sivas on 27 March 2012. Five were released and eight others sent to prison following the operation which targeted Kurdish students.

Following the summary judgment at Malatya 3rd High Criminal Court on Thursday, the court board sentenced eight of the students, those remanded in custody, to nine years in prison each, and the other five to seven and a half year each.

The court board also sentenced one other, reportedly an informant suspect tried in the same case, to six years and three months in prison on the grounds of being member of an illegal organization.

Firat News Agency, 02.05.13

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PRESSEMITTEILUNG DES SHG-BÜNDNISSES: Tagelange Auseinandersetzungen an der Dicle Universität in Amed (Diyarbakir)

Seit Tagen halten an der Dicle Universität in Amed (türkisch: Diyarbakir)die Auseinandersetzung zwischen Studierenden und der Polizei an. Anlass waren Attacken einer der Hizbollah nahestehenden Gruppe auf linke Studierende. (Anmerkung: Die türkische Hizbollah ist für den Mord an tausenden KurdInnen in den neunziger Jahren verantwortlich. Sie wurde vom türkischen Staat im Kampf gegen die PKK aufgebaut) Um gegen diese Attacken zu protestieren sammelten sich am nächsten Tag hunderte Studierende am Campusgelände. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot an Wasserwerfern, Tränengas, gepanzerten Fahrzeugen und mehreren Hundertschaften auf dem Campusgelände stationiert war, ließ diese Demonstration nicht zu und griff sie an. Auch Anhänger der islamistischen Gruppe griffen unter dem Schutz der Polizei erneut viele Studierende an. Auffällig war, dass diese dennoch regelrecht von der Polizei in einen Schutzschild genommen wurden. Die Demonstranten erwiderten diese Angriffe mit Steinen. Die Auseinandersetzungen weiteten sich darauf auf das gesamte Campusgelände aus. Auch am dritten Tag gingen sie weiter. 60 Studierende wurden bereits festgenommen. 15 Menschen wurden verletzt.

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Die Situation unter den Studierenden war ohnehin schon angespannt, da ein Tag vor Beginn der Auseinandersetzungen die Leiche eines jungen Mannes aus dem Dicle (Tigris) geborgen wurde. Dieser sprang auf der Flucht vor der Polizei am 27. März in den Fluss. Augenzeugen berichten, dass die Polizei zuvor auf ihn geschossen haben soll. Laut berichten von örtlichen Nachrichtenagenturen, sollen am Kopf des Leichnams Schussverletzungen zu sehen sein. Eine Bestätigung von der Autopsi kam allerdings noch nicht. Am 10. Februar wurde ebenfalls ein junger Mann auf einer Demonstration anlässlich der Verschleppung von Abdullah Öcalan 1999 in die Türkei, von einem Panzer überfahren und getötet. Wie der Studierendenverband der Dicle Universität (DÜÖ-der) in einem Interview mit der YXK (Verband der Studierenden aus Kurdistan) berichtete, wurden in den letzten Jahren über zehn Mitglieder von staatlichen Sicherheitskräften getötet.

 

Seit mehreren Jahren sind die Repressionen gegenüber Studierende in der Türkei auf einem Höchstniveau. Die Initiative zur Solidarität mit inhaftierten Studierenden (TODI) hat in einer Presseerklärung vor einigen Tagen darauf aufmerksam gemacht, dass derzeit etwa 850 Studierende sich in türkischen Gefängnissen befinden. Über 3000 wurden seit 2009 aufgrund ihrer politischen Tätigkeiten von staatlichen Universitäten exmatrikuliert.

 

Die jüngsten Angriffe auf Studierende an der Dicle Universität in Amed zeigen, dass trotz Verhandlungen, die derzeit zwischen dem türkischen Staat und der KCK geführt werden, die Repressionen gegen fortschrittliche linke Studierende weiter anhalten werden.

 

Inzwischen protestierten auch Studierende an mehreren großen Universitäten landesweit, wie der Middle East Technical University (METU) in Ankara und der Universität in Van gegen das Vorgehen der Polizei und ihren gemeinsamen Angriffen mit islamistischen Gruppen auf Studierende. An der METU kam es dabei ebenfalls zu Auseinandersetzungen und Straßenschlachten mit der Polizei.

 

11. April 2013, Kampagne Studierende hinter Gittern

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Sixty students taken into custody at Dicle University

Sixty students were taken into custody and seven others were injured at Dicle University on Wednesday, on the third day of severe clashes between Kurdish and radical Islamist groups.

The incidents in the campus in the main Kurdish city Diyarbakır first broke out as a result of a quarrel during the Holy Birth Week activities on the birth of the Prophet Muhammad.

A number of police forces and armored vehicles were deployed in the campus since the beginning of incidents which became severer on the second and third day. Besides the intervention with gas bombs and water cannon, police also dropped tear gas on Kurdish students from a helicopter as they were trying to march in the campus to condemn the attack by radical Islamists.

… (zum Weiterlesen)

Firat News Agency, 11.04.13

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Kurdish students attacked at Dicle University

Tension continues at the campus of Dicle University in Diyarbakır where a group, reportedly involving pro-Hezbollah people who aren’t studying at the university, attacked a group of Kurdish patriotic and left-wing students on Monday.

Hundreds of students have gathered in the campus area today to protest against yesterday’s attack. The protest demo which was also joined by members of Eğitim-Sen union was attacked by police with tear gas as students started to march to the Congress Hall to hold a press conference. Police said they would not allow demonstrators to make a statement or to march in the campus area.

Tear gas was thrown on students with police helicopters as well.

Democratic Society Congress (DTK) co-chair Aysel Tuğluk has also arrived in the campus area for solidarity with students.

Firat News Agency, 09.04.13

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850 Studierende hinter Gittern

Die Initiative der Solidarität mit den inhaftierten Studierenden (TODI) hat darauf aufmerksam gemacht, dass sich zurzeit etwa 850 StudentenInnen in türkischen Gefängnissen befinden. Außerdem kritisierten sie das 4. Justizreformpaket, welches zurzeit im Parlament diskutiert wird, da es diese Problematik nicht lösen wird.
Um über den gegenwärtigen Zustand zu informieren, wurde eine Pressekonferenz vom TODI veranstaltet. Der Sprecher der Initiative Ahmet Saymadi erklärte, dass sich gegenwärtig annäherd 850 Studierende im Gefängnis befinden. Im Juni des Jahres 2012 hätte man einen Bericht über die Anzahl der inhaftierten StudentenInnen und den Menschenrechtsverletzungen gegen sie veröffentlicht. Kurze Zeit später wurde das 3. Justizreformpaket verabschiedet, in das man damals viele Hoffnungen gesteckt hatte. Doch es gab keine Veränderungen in der Anzahl der inhaftierten Studierenden und den Rechtsverletzungen gegen sie. Auch das 4. Justizreformpaket sei weit davon entfernt, die Situation der inhaftierten Studierenden zu verändern.

In Deutschland hat der Verband der Studierenden aus Kurdistan YXK zusammen mit anderen Gruppen im letzten Jahr die Kampagne „Studierende hinter Gittern“ gestartet, um gegen die Kriminalisierung und Repression legitimer Studierenden-Proteste anzugehen.

Yeni Özgür Politika, 06.04.2013 (auf isku.org)

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Police Intervene Newroz Celebrations in Ankara University

Police and private security forces intervened Newroz celebrations in Ankara University this afternoon, casting tear gas bombs and wounding several students.

Hundreds of students assembled in Ankara’s Cebeci district to peacefully celebrate the upcoming spring equinox, a major tradition among Turkey’s Kurdish people.

A tension broke out when a student protested an non- uniformed police officer’s entry to the university campus, resulting dozens wounded including security staff.

Another tension occurred when some students flashed a banner demanding freedom to PKK leader Abdullah Öcalan and special status to Turkey’s „Kurdistan“ region. Police intervened students with water cannons.  

In another spot next to the political science faculty building, police casted tear gas bombs. Students set up barricades to block police access to the building.

The university administration announced that all exams campus wide have been cancelled today.

While some professors negotiated with police forces for students‘ safe exit from campus, police left the campus towards 3:20pm and students resumed their Newroz celebration.

bianet, 20.03.13

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